Feb 25, 2010
Herbert Peck

Cloud-Computing – Ab in die Wolke

Cloud Computing. Mehr als nur ein Hype‘, so titelte das t3n Magazin im November 2009. Und weiter:

Cloud Computing. Ein Schlagwort wie kein anderes. Omnipräsent. Für die einen nur ein weiteres Hype-Thema, für die anderen eine dramatische Veränderung der IT-Landschaft, vergleichbar mit der, die uns die Client-Server-Architektur oder gar das Internet gebracht haben. Ja, was denn nun? Fest steht: Cloud Computing ist mehr als nur ein Hype und bietet großen wie kleinen Unternehmen völig neue Möglichkeiten, ihre IT-Ressourcen bedarfsgerecht zu nutzen und zu bezahlen – von der Software über Entwicklungsplattformen bis zur Hardware.

Wie ist die Entwicklung in diesem Bereich nun nach mehr als drei Monaten – einer zugegeben geringen Zeitspanne – einzuschätzen?

Was versteht man unter Cloud-Computing?


Wikipedia schreibt dazu: ‘Vereinfacht kann das Konzept wie folgt beschrie­ben werden: Die IT-Land­schaft (in diesem Zusam­menhang z.B. Rechen­zentrum, Daten­speicher, Mail- oder Kolla­borations­software, Entwick­lungs­umgebun­­gen, aber auch Spezial­software wie Customer-Relationship-Mana­gement (CRM) oder Business Intelligence (BI)) wird durch den Anwender nicht mehr selbst betrieben bzw. bereit­gestellt, sondern von einem oder mehreren Anbietern als Dienst gemietet. Die Anwendungen und Daten befinden sich nicht mehr auf dem lokalen Rechner oder im Firmenrechenzentrum, sondern in der (metaphorischen) Wolke (engl. cloud), die üblicherweise das Internet in gängigen Netzwerkdiagrammen repräsentiert. Der Zugriff auf die entfernten Systeme erfolgt über ein Netzwerk, beispielsweise das Internet.’

Am Cloud Computing scheiden sich die Geister …

Während sich die Anbieter begeistert äußern: ‘Es besteht kein Zweifel: Cloud Computing gehört die IT-Zukunft und für Sie ist es jetzt an der Zeit, von dieser Innovation zu profitieren.‘, so Siemens in einem Whitepaper, äußern sich Andere deutlich zurückhaltender.

Tatsache ist, dass der Cloud Computing-Markt in Deutschland – anders als das beispielsweise in den USA der Fall ist – nur sehr schleppend anläuft. Die Anwender hier sehen im Cloud-Computing neben den unbestrittenen Vorteilen nach Aussage von Analysten jedoch noch erhebliche Risiken.

… aber es wird sich auf breiter Front durchsetzen.

Aller Sicherheitsbedenken zum Trotz wird Cloud-Computing auch – und jährlich grüßt das Murmeltier – auf der Cebit 2010 wiederum eine große Rolle spielen. Zumal Google und Microsoft auf der Mobilfunkmesse in Barcelona kräftig die Werbetrommel rührte und Google zusätzlich ankündigte, vordringlichlich für den mobilen Markt zu entwickeln.

Aber auch andere Anbieter versuchen in diesem Zukunftsmarkt mitzumischen. Hier in Deutschland sind dies in erster Linie Webhoster wie STRATO, hosteurope oder andere. Im Gegensatz zu den ‘großen’ Playern bieten diese Anbieter aber eher externe Festplatten’ mit mäßiger Datenübertragungsrate an.

Das Geschäft machen die ‘Großen’.

Die großen Anbieter wie z. B. Microsoft bieten Schichtmodelle an, die „Software as a Service“, „Platform as a Service“ und „Infrastructure as a Service“ enthalten. Die angebotenen Services werden wie in einer Autovermietung angeboten. Der Kunde ‘mietet’ und ‘bezahlt’ nur die Services, die er benötigt. Und das auch nur für die Zeit, in der er die Services nutzt.

Der Trend zur Wolke wird sich nach einer Gartner-Studie zufolge in den kommenden Jahren massiv beschleunigen: Bis zu 20 Prozent der Unternehmen könnten bis 2012 ohne eigene Firmen-IT auskommen. Bezeichnend ist, dass heimische Unternehmen die Entwicklung weitgehend verschlafen haben. Die USA und Indien werden den Markt unter sich aufteilen.

Social Media befördert den Trend zur ‘Wolke’

Der unaufhaltsame Trend zu Social Media Applikation in Verbindung mit mobilen Geräten werden der Entwicklung hin zur ‘Wolke’ einen gewaltigen Schub geben. Hier spielen die bei den Unternehmen vorhandenen Ängste, ‘dass Daten dort vor unbefugtem Zugriff sicher gespeichert und verwaltet werden können, [...] ein wolkiges Versprechen‘ seien(Spiegel online), eine eher untergeordnete Rolle. Und die Erfahrung zeigt: Hat sich die – gar nicht so neue – Technologie erst einmal einen Bereich erobert, sind die nächsten Schritte nicht weit.

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