Pull statt Push – der Social Media Newsroom
Was früher der Pressebereich mit einer Ansammlung von Pressemeldungen und Fotos war, ist heute der Social Media Newsroom. Der Social Media Newsroom stellt Journalisten, Online-Multiplikatoren oder einfach am Unternehmen Interessierten eine Plattform zur Verfügung, die die verschiedenen Online-Aktivitäten eines Unternehmens oder einer Organisation zusammenfasst. Die Inhalte sollten eine schnelle, barrierefreie und unverbindliche Information und Kommunikation ermöglichen.
Essentials eines Social Media Newsroom sind
- Der Social Media Newsroom ist offen für alle: Journalisten, Blogger, Kunden oder Interessenten.
- Alle Informationen sind sofort zugänglich und verwendbar, es gibt keine ‘Sperrfristen’.
- Der Newsroom eröffnet schnelle, dialogorientierte Kommunikationsmöglichkeiten wie Twitter oder Facebook.
- Der Social Media Newsroom ist das ‘Zugangstor’ zur anderen interaktiven Inhalten wie Videos, Präsentationen, Podcasts etc.
- Alle Informationen sind via RSS-Feed abonnierbar. Es sind Feeds für unterschiedliche Bereiche vohanden.
- Die Ansprechpartner des Unternehmens/der Organisation sind mit allen Kontaktmöglichkeiten (E-Mail, Twitter, Facebook, Skype etc.) benannt.
- Die Inhalte werden kontinuierlich aktualisiert, Livestreams (z. B. Twitter) sind eingebunden.
- Auch andere Quellen werden benannt und verlinkt.
- Online-Diskussionen über das Unternehmen/die Organisation, Produkte oder Marken werden angeregt und unterstützt.
Man sieht, die ‘Essentials’ enthalten alle Elemente, die das ‘Web 2.0′ ausmachen.
Die Vorteile des SMN gegenüber eines klassischen Pressebereichs liegen auf der Hand. Dennoch gibt es in Deutschland bisher nur wenige Beispiele für Social Media Newsrooms. Klaus Eck (PR Blogger) hat 21 Beispiele für den Social Media Newsroom benannt. Darunter befinden sich 8 deutsche Unternehmen.
Warum tun sich viele Unternehmen immer noch so schwer, den Social Media Newsroom oder das Web 2.0 allgemein für sich zu nutzen. Anya Rutsche schreibt im myON-ID-Blog dazu:
Unternehmen tun sich weiterhin sehr schwer, die sozialen Medien als einen Kommunikations- und Marketingkanal zu nutzen. Oft liegt es nicht an mangelnden Resscourcen, sondern an dem großen Unbekannten. Viele Unternehmen befürchten einen Kotrollverlust im Social Web.
Es ist nun leider so – und das belegen viele, für Unternehmen oft mit deutlichem Reputationsverlust verbundene Beispiele – dass dieser ‘Kontrollverlust’ noch schneller eintritt, wenn Unternehmen die Kanäle des Web 2.0, und dazu gehört der Newsroom, nicht nutzen. Gerade in diesem Moment finden im Web zahlreiche Diskussionen über alle möglichen Unternehmen statt. Die Frage ist, sind die Unternehmen an der Diskussion beteiligt oder nicht?
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