Identica: eine Open-Source-Alternative zu Twitter?

Grafik von http://identi.ca
Nachdem in den letzten Tagen immer wieder (Zensur-)Vorwürfe gegen Twitter laut wurden, die mittlerweile wohl entschärft, wenn nicht sogar entkräftet sind, dürfte die Debatte nun – diesmal zu Recht – wieder entflammen. Der Account @anonops, über den verschiedene Aktionen im Zusammenhang mit den Repressionen gegen Wikileaks orchestriert sind, wurde von Twitter gelöscht. Facebook hat offensichtlich nachgezogen.Netzpolitik.org bemerkt dazu:
Nach und nach lernen wir, dass jeder einzelne der zentralisierten Dienste, auf die wir uns doch so bequem verlassen konnten, doch nur dessen Lied singt, dessen Brot auch gegessen wird. Twitter-Revolution? Adé. Es wird Zeit, die Lehre aus den Geschehnissen zu ziehen. Sie lautet: Dezentralität.
Eine Alternative zu Twitter ist mit Identica am Markt, einem Mikro-Blogging-Dienst und sozialem Netzwerk, ähnlich wie Twitter. Identica unterstützt im Gegensatz zu Twitter den freien OpenMicroBlogging-Standard und ist somit Open Source. Identica sieht sich als offene Alternative zu Twitter. Ziel des Dienstes ist es nach eigener Aussage , den Nutzern Freiheit und Transparenz zu garantieren.
Shortcuts: Hysterie und Verschwörungstheorien

Photo practicalowl/flickr
Hysterie …
Eigentlich wollte ich zum Thema Jugendmedienstaatsvertrag (JMStV) nichts schreiben. Zu diesem Thema ist frei nach dem Motto “Drei Rechtsanwälte – Fünf Meinungen” alles geschrieben, was es zu schreiben gab. Zur Klarheit hat das wenig beigetragen, waren die Beiträge doch oft von einer gewissen Hysterie geprägt (Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel). Die vertretenen Meinungen umfassten von “Abwarten” bis “Abschalten jetzt” die ganze Spannbreite möglicher Reaktionen auf der JMStV.
Shortcuts: C-Juristen, parlamentarische Zwänge und das weltweit dümmste Internetrecht
“Web Alters-Zertifikate zwingen deutsche Blogs offline. Das weltweit dümmste Internetrecht?”. So heißt es in der Headline eines Postings vom 01.12. auf Tech Eye.net. Und weiter:
In Germany, a few blogs and websites have already decided to throw in the towel before a law comes into effect from January 1, 2011. The so-called Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) will task anyone operating a .de domain with adding an age certificate to his or her website – imagine having to add a BBFC certificate on your blog.
Sounds like a dumb idea, doesn’t it? Unfortunately, it is set to become reality due to politicians ratifying the law in the parliaments of Germany’s 16 federal states. Not only is the law idiotic, it is also totally superfluous.
Dem ist nichts hinzuzufügen. Jeder blamiert sich halt so gut, wie er kann.
10 (ketzerische?) Thesen zu Twitter
- Twitter ist kein unmittelbarer Marketing-Kanal, sondern eine Kommunikationsmöglichkeit zwischen Freunden und Bekannten.
- Ein großer Teil der Tweets wird nicht ‘aktiv’ gelesen – Die große Anzahl von neuen Tweets mit gleichen Links an Stelle von RT zeigt das.
- Erfolgsfaktor bei Twitter ist nicht, beste Tools zu Followersteigerung zu kennen. Wichtiger ist guten Content zu liefern.
- Mehr Following führen zwar zu mehr Followern, aber auch zu mehr Unaufmerksamkeit.
- Durch Twitter generierte Blog-Promotion führt zu mehr Pageviews – von Kollegen.
- Tweets mit Werbung und immer gleichen Texten haben die Wirksamkeit von Bannerwerbung – Sie werden kaum beachtet.
- Immer gleiche ‘Insider-Tipps’ in eBooks zu Twitter erweitern den Horizont nicht – Kreativität ist gefragt.
- Manche Twitterer scheinen 24 h online zu sein – oder werden da 10 immer gleiche Tweets automatisiert abgesetzt?
- Das Prinzip Follow me – Follow you führt zu ‘Twitter-Maßen’ Following 2.994 – Follower 2.822 – Tweets 0
- Twittern bindet enorme Ressourcen. 1000 Tweets mit Link pro Tag aktiv lesen – wer kann das?
Social-Media-Guides sind auch für KMU notwendig
Das Web 2.0 – ein Schlagwort, das vom amerikanischen Verleger Tim O’Reilly geprägt wurde – bezeichnet eine neue Form des Internets, in dem die Benutzer aktiv Inhalt und Aussehen mitgestalten. Viele Mitarbeiter von KMU nutzen Dienste wie Twitter, Blogs und Co. und kommunizieren Informationen beruflicher und privater Natur, und das freiwillig und für eine teilweise breite Öffentlichkeit!
Gefährlich für die Unternehmen sind kritische oder gar negative Äußerungen über das Unternehmen oder dessen Produkte. Solche Beiträge können die Online-Reputation eines Unternehmens oder einer Marke nachhaltig zerstören. Aber auch in seiner privaten Rolle im Web 2.0 wird er gleichzeitig als Mitarbeiter des Untenehmens weiterlesen »
Informationen, die gefunden werden sollen, müssen auch produziert werden
Egal ob Sie im Internet präsent sind oder nicht, Ihre Kunden sind online. Immer mehr Internetbenutzer verbringen einen großen Teil ihrer Online-Zeit auf Social Media Seiten. Entweder, um Netzwerke zu knüpfen, oder einfach, um sich zu informieren. Informationen sind ein wesentlicher Bestandteil des Internets und darum auch von Social Media. Unbestritten ist, dass mehr und mehr weiterlesen »
Twitter – Zahlen und Fakten?
Nach langer skeptischer Beobachtungsphase habe ich mich vor einiger Zeit zur aktiven Twitter-Nutzung entschlossen. Mich interessierte nun, wen ich mit Twitter überhaupt erreiche. Es soll ja nicht Selbstzweck sein, sondern mir
- interessante Informationen zugänglich machen und
- neue geschäftliche Kontakte verschaffen.
Also recherchierte ich die Twitter-Reichweite im Web. Um es gleich am Anfang zu sagen: weiterlesen »
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